"Bildung ist wichtig, vor allem wenn es gilt, Vorurteile abzubauen.
Wenn man schon ein Gefangener seines eigenen Geistes ist, kann man wenigstens dafür sorgen, daß die Zelle anständig möbliert ist.
"
Peter Ustinov
„Wer die Freiheit aufgibt um Sicherheit zu gewinnen, der wird am Ende beides verlieren.“

Benjamin Franklin


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Freitag, 26. Juni 2009

Test - Deine Lese-DNA

Gefunden gerade bei Alexandra:

Auf BuchGesichter.de kann man seine Lese-DNA, sprich Lesegewohnheiten und sein Verhältnis zu Bücher auswerten. Hab' ich natürlich gleich einmal gemacht:

Deine Lese-DNA:

Du genießt das Lesen und erfreust dich an immer neuen Büchern und Autoren. Bücher behandelst du liebe- und respektvoll. Zum lesen ziehst du dich am liebsten zurück und träumst davon, ein Lesezimmer mit Kamin zu besitzen. Persönliche Buch-Empfehlungen sind dir wichtig. Der hiesige Buchhändler ist dein liebster Ansprechpartner. Mit deinen Freunden diskutierst du lebhaft über Bücher und Autoren. Allerdings nie ohne die Contenance zu verlieren!


Oh, ja, Lesezimmer wäre schön, mit deckenhohen Regalen und einem sehr gemütlichen Ledersessel im englischen Stil...*träum*

Nun werde ich mir aber die Website noch genauer anschauen. Sieht sehr interessant aus für mich blibliophile Krähe...

Samstag, 28. März 2009

Noch ein Stöckchen *wuff*

Da ich ja immer noch krank bin und somit zu nicht viel anderem fähig, als mich ab und an von meinem Krankenlager/Wolldeckenburg auf der Couch (ehrlich, wenn ich den ganzen Tag allein im Bett verbringen müsste, würde ich wohl mittlerweile Tempotücher in ganz schmale Streifen reißen oder sonstige psychotische Zwangshandlungen betreiben! Mir ist ja so schon total langweilig! Und DVDs gucken ist auch doof, dabei schlafe ich zur Zeit andauernd ein. Da kann ich's gleich bleiben lassen! Smilie by GreenSmilies.com ) an den PC zu schleppen und da dann auch zur Zeit nicht in der Lage bin, an den Artikel zu arbeiten, die so langsam aber sicher fällig werden (boah, ich darf gar nicht daran denken...da türmt sich was an!), streune ich einfach so durch's Internet und betreibe Link-Hopping.


So kam ich über drei Ecken auf das Blog von Caithlin und fand dort ein ganz reizendes Stöckchen, dass ich mir dann auch gleich ganz frech mopse.
Stöckchen kann ich nämlich gerade noch *g*


Bücherstöckchen

Gebunden oder Taschenbuch?
Sowohl, als auch. Wobei ich Taschenbücher für unterwegs vorziehe.

Amazon oder Buchhandel?
Kommt darauf an. Wenn ich weiß, welches Buch ich haben will, oder ein bestimmtes suche, dann Amazon oder dergleichen. Trifft hauptsächlich auf Fachliteratur zu.
Romane von mir unbekannten Autoren oder aber Sachbücher, deren Qualität ich nicht beurteilen kann, lieber im Buchhandel. Da kann man dann reinlesen, den Stil des Autors auf Krähen-Kompatibilität, oder, bei Fachliteratur auf Fundiertheit, überprüfen.

Lesezeichen oder Eselsohr?
Lesezeichen! Auf Eselsohr-Knicken steht Todesstrafe...wie kann man nur?

Ordnen nach Autor, Titel oder ungeordnet?
Hehe, nach Platz! *räusper* aber die Bücher, egal ob im Regal oder in Stapel aufgeschichtet, sind soweit nach Themen geordnet, solange nicht jemand was dazwischen quetsch oder 'nen Stapel umwirft.

Behalten, wegwerfen oder verkaufen?
Meist behalten. Ich kann mich nur schwer von Büchern trennen. Fehlkäufe oder Altlasten werden verschenkt. Hab aber auch schon mal welche auf dem Trödelmarkt gegen Schutzgebühr in liebevolle Hände weitergegeben.
Bücher wegwerfen tut man einfach nicht! Selbst bei einem Konsalik käme mir das nicht in den Sinn.

Schutzumschlag behalten oder wegwerfen?
Behalten natürlich.

Mit Schutzumschlag lesen oder ohne?
Ich mache ihn zum Lesen runter, weil es sich einfach besser anfühlt. Schont auch den Schutzumschlag!

Kurzgeschichte oder Roman?
Sowohl als auch.

Harry Potter oder Lemony Snicket?
Harry Potter, alle Bände. Als Ausrede füge ich mal hinzu, dass sie alle von meiner Tochter sind, und sie lagen halt so rum.
Bei Lemony Snicket warte ich noch drauf, dass sie sie für sich entdeckt und dann auch rumliegen lässt.

Aufhören wenn man müde ist oder wenn das Kapitel zuende ist?
Da bin ich hart gegen mich selbst: Kapitel zu ende lesen!

Kaufen oder leihen?
Ähm, ja, also ich leihe mir auch Bücher aus, aber wenn sie mir gefallen, will ich sie eigentlich immer selbst haben. Also kann ich sie auch gleich kaufen.

Neu oder gebraucht?
Egal, hauptsache Buch! Manche gibt es eh nur noch gebraucht.

Kaufentscheidung: Bestsellerliste, Rezension, Empfehlung oder Stöbern?
Stöbern sehr gerne, bei Empfelungen kommt es drauf an, von wem sie kommen, gleiches gilt für Rezensionen.
Bei Bestsellerlisten bin ich schon mal auf die Schnauze geflogen (wenn ich bemerke, dass ich ein Buch beim Lesen redigiere, dann ist bei mir die Schmerzgrenze erreicht), außerdem muss ein viel verkauftes, auflagenstarkes Buch nicht gleich gut sein. Manche sind, meiner Meinung nach, nicht mal das Papier wert auf dem sie gedruckt sind!


Geschlossenes Ende oder Cliffhanger?
Kommt auf den Stil und das Thema an. Ich mag beides...am liebsten wohl offene Enden ohne Cliffhanger...

Morgens, mittags oder nachts lesen?
Immer, wenn ich Lust und Zeit hab.

Einzelband oder Serie?
Kommt auf die Serie an...

Lieblingsserie?
Eindeutig Die Schwarzen Juwelen von Anne Bishop.

Lieblingsbuch von dem noch nie jemand gehört hat?
Klar, meins!

Lieblingsbuch, dass du letztes Jahr gelesen hast?
Die waren alle toll auf ihre Art.

Welches Buch liest du gegenwärtig?
"Biss zum Ende der Nacht" von Stephenie Meyer und der erste Band der Illuminati-Triologie von Robert Shea und Robert A. Wilson

Absolutes Lieblingsbuch aller Zeiten?
Der Medicus von Noah Gordon

Lieblingsautoren?
Ist jetzt nicht euer Ernst? Da gibt es sooo viele...

Samstag, 21. Februar 2009

Empfehlung: "Ich bin dann mal weg" von H.P. Kerkeling (Hörbuch)

Und noch einmal eine Hörbuch-Erfahrung von mir.

Ich muss dazu sagen, dass ich normalerweise einen Bogen um Literatur mache, in denen andere Menschen, besonders aber Prominente, ihre spirituellen Erfahrungen beschreiben. Weil es eben ihre Erfahrungen sind, sie aus ihrer Tiefe kommen und nicht einfach so mal eben für andere Menschen verständlich oder gar übertragbar sind.

Zu leicht gerät man gerade, was letzteres betrifft, in Versuchung.
Das zeigt sich, meiner Meinung nach, auch darin, dass nach der Veröffentlichung des Buches die Anzahl der deutschen Pilger auf dem Jakobsweg sprunghaft in die Höhe schoss.
Nun, auch wenn ich mir Mühe gebe, die Ambitionen dieser deutschen Pilger nicht zu werten, kann ich mich doch des Gefühl von "Prominenten-Spiri-Trip-Tourismus" nicht ganz erwehren.

Ich denke, dafür ist der Jakobsweg nicht gedacht, dafür dürften die Strapazen zu groß sein. Jedoch bin ich davon überzeugt, dass einige der Leute, die möglicherweise aus den "falschen" Gründen oder mit "falschen" Erwartungen nach der Lektüre von Kerkelings Buch aufgebrochen sind, zu überraschenden Erkenntnissen über sich selber gelangt sind, egal ob sie nun frustriert abgebrochen oder eben die "Abnabelung" vom "Vorbild" geschafft, ihren Jakobsweg gefunden und durchgehalten haben.

Na, jedenfalls hatte ich das Vergnügen, damals im Fernsehen, eine Autorenlesung ausgewählter Stellen sehen zu dürfen, was meine Neugierde zwar weckte, da ich auch sonst H.P. Kerkeling und seinen Tiefgang sehr schätze, aber hinsichtlich obiger Ressentiments hat es doch noch zwei Jahre gedauert, bis ich mich zum Erwerb des Hörbuches durchringen konnte.



H.P. Kerkeling erzählt darin auf unterhaltsame, kurzweilige Weise über seine, 2001 absolvierte, Pilgerreise nach Santiago de Compostela über den Camino Frances, berichtet in seinem, aus seinem Pilgertagebuch entstandenen, Buch über Land und Leute, seine augenblicklichen Befindlichkeiten und Gedanken auf der Reise und über andere Pilger, die seinen Weg kreuzen.
Es lädt, gewürzt mit einer sehr sympathischen Portion Selbstironie, zum Mitleiden, Mitwundern und Mitlachen ein.

Aber es ist auch eine Reise in sein Inneres, mit überraschend tiefen Einblicken in das Seelenleben des Autor selbst.

Und das ist meiner Meinung nach die Stärke des Buches. Denn eigentlich beschreibt es zwei Reisen, die physische zum Ort Santiago de Compostela und die spirituelle zur Essenz des (seines) Glaubens und schlussendlich zum Kern des Seins. (Das macht, meiner Meinung nach, in der Tat den essentiellen Unterschied zwischen Pilgerreise und Wandertour aus.)

Beim Hören (oder Lesen) wird klar, dass wir alle auf einer Pilgerreise sind, ob nun auf dem Camino de Santiago oder einfach gerade jetzt, im alltägliche Leben, bei allem was wir tun oder unterlassen. Und auch, wenn wir alle irgendwann das physische Ziel erreichen werden, so liegt es an jedem selbst, ob man auch das geistige oder spirituelle Ziel erreichen wird.
Denn, wie H. P. Kerkeling es so treffend über eine gewisse Art, unbelehrbarer, Pilger sagt:
„Die werden als die gleichen Menschen die Reise beenden, als die sie sie begonnen haben…“


In diesem Sinne, Erkenntnis des Tages *g*:
Der Camino de Santiago ist überall!

Donnerstag, 12. Februar 2009

Empfehlung : Das etwas andere Katzen-(Hör)Buch

Ich habe seit vorgestern "Schmitz' Katze" von Ralf Schmitz als Hörbuch und am späten Abend auch gleich "reingehört" mit dem Ergebnis, dass ich mal wieder viel zu spät (oder eher sehr früh) ins Bett gekommen bin.

Ich kann es jedem Katzensklaven nur wärmstens empfehlen. Für diese ist es etwas zwischen Lachtherapie und virtuellem Stuhlkreis.
Ich habe tatsächlich stellenweise Tränen gelacht (oder ich habe geweint...kann auch sein...)


Ich möchte es aber besonders auch jedem ans Herz legen, der mit dem irren Gedanken spielt, sich eine Katze zuzulegen (*hrhrhr* allein darin liegt schon der erste Irrtum. Man schafft sich keine Katze an, sie zieht bei einem ein und danach...*evilgrin*). Denn was Ralf Schmitz hier in amüsanten Worten beschreibt, ist weder aus der Luft gegriffen, noch im täglichen Umgang mit einer "Samtpfote" besonders witzig.

Wenn man sich dazu entschließt, sein Leben mit einer oder mehreren Katzen zu teilen, dann muss man sich darüber im Klaren sein, dass man in der Tat, sein Recht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit und privatem Besitz, zumindest in den ehemals eigenen vier Wänden, aufgibt.

Wenn man das nicht will, dann sollte man sich besser einen Hund oder Hamster oder irgendwas anderes ins Haus holen, bloß keine Katze!

Auch möchte ich dringend davon abraten, den immer wieder, wie auch von Ralf Schmitz empfohlenen "Erziehungstrick" mit dem Wasserstrahl aus einer Wasserpistole oder einer Strühflasche anzuwenden.

Wenn man nämlich Katzen mit MainCoon-Genen beherbergt, dann ist es eh sinnlos, weil die anscheinend Wasser (in Maßen) einfach nur toll finden (bei türkisch Angora dürfte es ähnlich sein, da habe ich mir sagen lassen, dass sie sogar freiwillig schwimmen gehen!).
Doch auch da könnte diese Handlung trotzdem, wie bei allen anderen, wasserscheuen, Katzen als tiefgehende Verletzung ihrer Würde gewertet und entsprechend geahndet werden!

Und da ist der Phantasie der Katze keine Grenze gesetzt! Aber eins ist sicher, sie kennt die Schwachpunkte ihrer Sklaven genau und weiß, wo es sie besonders hart trifft!

Ihre wahren Absichten

Während ich das hier schreibe, sitzt mein Kater, Finnegan, der kleine Prinz, übrigens hinter dem Monitor (!), wahrscheinlich, weil er weiß, dass er mich da besonders nervt, da ich ihn da nicht einfach wegnehmen und auf die Stille Treppe setzen kann, wie sonst, wenn er zum Zeichen der Vernachlässigung auf das Regal über dem PC steigt und alles was nicht niet- und nagelfest ist, auf mich wirft. Ich bin das selber schuld, weil ich ja hier sitze und schreibe, anstatt seiner Göttlichkeit zu huldigen...


"Ich doch nicht, ich bin doch sooo süß und unschuldig!"


Ich denke, da bin ich ihm irgendwann auch mal wieder einen eigenen Blogartikel schuldig....

Und, ja, Schmitz hat Recht: Katzen sind definitiv weiblich!