"Bildung ist wichtig, vor allem wenn es gilt, Vorurteile abzubauen.
Wenn man schon ein Gefangener seines eigenen Geistes ist, kann man wenigstens dafür sorgen, daß die Zelle anständig möbliert ist.
"
Peter Ustinov
„Wer die Freiheit aufgibt um Sicherheit zu gewinnen, der wird am Ende beides verlieren.“

Benjamin Franklin


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Freitag, 11. September 2009

Doomsday

Es begab sich am späten Abend des 9. Septembers....

     



    Ich sag dazu mal nichts...
    ...eigentlich war nicht beabsichtig, mit der "Produktion" in Serie zu gehen.

    Aber passiert ist passiert und den Kleinen und der Mama geht es hervorragend.
    Ich krieg' bloß das Grausen, wenn ich daran denke, dass die in nicht allzu ferner Zukunft hier auch noch die Bude rocken. Jedenfalls bis wir sie so mit acht bis zwölf Wochen an ihre zukünftigen Sklaven abgeben werden.




    Was lehrt uns die Geschichte:
    • Kastrierte Kater können noch bis zu acht Wochen nach der Kastration zeugungsfähig sein!
      Hätte man wissen können. Allerdings sind wir nicht darauf gekommen, nach sowas zu fragen und unser Tierarzt kam auch nicht auf die Idee, das Thema anzusprechen.
    • Wenn eine Katze dick wird, kann es an Faulheit, Ernährungsumstellung und zu viel Fressen liegen...muss es aber nicht!
      Auch wenn "es" eigentlich unmöglich ist! 
    • Ab sofort bin ich Anhänger der "Frühkastration"!

    Donnerstag, 28. Mai 2009

    Warum es hier im Moment so still ist...

    Ich wollte mich nur einmal kurz melden.
    Zur Zeit komme ich nicht dazu hier großartig zu schreiben, und das hat einen Grund. Aufmerksame Leser werden wissen, dass es sogar ganze zwei Gründe sind.

    Die Babies sind mittlerweile fünf Wochen alt, und auch, wenn wir ein Kinderparadies, sprich Welpenauslauf, unser eigen nennen, um die Welt vor den kleinen Chaoten wenigsten ab und zu zu schützen, ist der schon länger nicht mehr in der Lage, ihren Entdeckereifer zu bremsen.

    Also Flöhe hüten stelle ich mir einfacher vor.

    Hier also ein Foto-Update...


    Una und Freya in Action. Geschwister sind ja so klasse zum Raufen!



    Seltene Augenblicke der Ruhe



    Kötti (Una) war wohl mal Pharao



    Nein, er ist nicht tot, der schläft wirklich so tief. Hier bietet sich dann einiges an Dekorationmaterial an (Bierdosen oder Party-Hütchen waren gerade nicht greifbar)



    Bei Mama ist es aber immer noch am schönsten...



    ...besonders wenn man sie erlegt hat. Oben auf Freya

    Sie ist übrigens vom Wesen her die empirische Forscherin mit dem Klemmbrett, die gerne Feldstudien anhand der Beobachtungen betreibt, die sich ihr bei ihrem Bruder, der lieber Kopf voran ins Unbekannte rennt, bieten.
    So war er es, der als erstes aus dem Kinderparadies geklettert ist, Katzenfutter probiert hat und das Katzenklo benutzte, während sie da saß, beobachtete, Daten sammelte und dann, wenn es ihrem Bruder auch noch nach einer gewissen Zeit gut ging, nachzog.

    Sie findet übrigens auch ihren Vater faszinierend, im Gegensatz zu Una (Kötti) der ihm gegenüber einen auf dicke Hose macht. Und wir dachten, wir müssten uns Sorgen um die Kleinen machen. Dabei müssen wir uns eher um den Vater sorgen. Armer Kerl.

    Achja, damit ich keine Schwierigkeiten mit den Eltern bekomme, falls sie bei ihren nächtlichen Internetrecherchen auf meinen Blog stoßen, noch ein ein Foto von den beiden:





    Montag, 11. Mai 2009

    Mal ganz schnell zwischendurch...

    Ich will hier jetzt keine großen Worte machen, sondern nur mal eben ein kleines Bilder-Update von unseren beiden süßen posten.

    *Trommelwirbel*




    Una, unser Dicker, die olle Jammertitte. Man beachte die formschönen Joda-Ohren! *g*




    Freya, das "Püppchen"...sie wird wach und ist schon grummelig...also wenn hier jemand die Weltherrschaft an sich reißt, dann sie.

    Beide sind jetzt bald drei Wochen alt und fangen gerade an, die Welt auf vier Pfoten zu entdecken.
    Weh uns!!!!!!!

    Donnerstag, 23. April 2009

    Freitag, 17. April 2009

    Selbsterkenntnis - Ich hör' mal auf mich!

    Nachdem ich jetzt relativ lange schachmatt gesetzt war, habe ich zur Zeit wieder das Gefühl zu brennen. Sehr viele Artikel liegen noch auf Eis, die ausgearbeitet werden müssen, hinzu kommen jede Menge neue Projekte und Baustellen, die sich mir quasi aufdrängen, sodass ich gar nicht genau weiß, wo ich überhaupt anfangen soll, wie ich das Knäuel entwirren kann, um es zu einer ordentlichen Rolle aufwickeln, um logisch und strukturiert, und damit Körper und Psyche schonenden, mit der Abarbeitung zu beginnen.

    Manchmal, wenn ich dieses Gefühl habe, möchte ich mich am liebsten multiplizieren können oder, besser noch, die Zeit anhalten.

    Wenn es mir früher, also vor noch gar nicht so langer Zeit, so ging, bin ich immer an meine Grenzen und auch gern darüber hinausgegangen. Unerledigtes nervt mich nämlich immer ungemein, verfolgt mich und lässt mich teilweise nicht zur Ruhe kommen.

    Allerdings muss ich zugeben, dass nach solchen arbeitsintensiven Exzessen mit fortschreitendem Alter die nachfolgende, dringend benötigte, Regenerationszeit bei mir immer länger wird.

    Hat mich zwar nie großartig gekratzt, dass ich mich dann immer wie durchgekaut und ausgespuckt gefühlt habe, aber mittlerweile bin ich nicht mehr bereit, den Preis zu zahlen.

    Delegieren musste ich auch erst über die Jahre mühsam lernen, weil ich die Tendenz habe, alles lieber gleich selbst in die Hand zu nehmen, statt mich mit dem Tempo anderer zu arrangieren (Danke, Papa!)
    Allerdings kann man nur im Job delegieren und nicht, wenn man (nebenbei noch) als Ein-Mann/Frau-Kampfgeschwader unterwegs ist.

    Opfer müssen gebracht werden?
    Habe ich einmal gedacht.
    Ist aber nicht so.

    Vielmehr bringen Opfer gar nichts.
    Ich werde auch nicht schneller fertig, dafür bin ich nachher aber dann fertig, und der Leerlauf, in dem ich mich danach wiederfinde, führt dazu, dass sich wieder eine Menge Unerledigtes ansammelt, und das ganze Drama von vorne losgeht.
    Irgendetwas bleibt dabei immer auf der Strecke, und das ergibt dann auch keinen Sinn.

    Also immer ein Schritt nach dem anderen und sich immer nur auf diesen einen Schritt konzentrieren und nicht nach dem Ziel Ausschau halten. Dabei das Atmen nicht vergessen und eher als man denkt, während man bewußt eine Fuß vor den anderen setzt, war der eine Schritt plötzlich der letzte und man ist angekommen.

    In diesem Sinn, macht kleine Schritte...!
    Nicht das Tempo ist wichtig, sondern das man überhaupt ankommt!


    Sonntag, 12. April 2009

    Frohe Ostern!



    Ich wünsche euch allen wundervolle Ostertage!



    "Auf jedes Ende folgt wieder ein Anfang, auf jedes Äußerste folgt eine Wiederkehr." Lü Buwei

    Donnerstag, 9. April 2009

    Allgemeinbildung

    Gerade bei Deep blue Nyx gefunden und ...naja...same procedure than every time... Smilie by GreenSmilies.com


    Allgemeinbildung testen


    Ganz sauber, dafür, dass es gegen die, deutlich sichtbar ablaufende, Zeit geht und dem Umstand, dass ich mich immer noch nicht daran gewöhnt habe, dass Pluto nicht mehr Mitglied im Team "Sonnensystem" ist. Tolle Karriere...vom Planeten zum Objekt...armer Pluto...Smilie by GreenSmilies.com


    Samstag, 28. März 2009

    Technik-Stöckchen und was mir dazu noch so in den Sinn kam

    Ich habe heute mal meine, sträflichst vernachlässigte, Blogrunde absolviert und bin dabei über ein richtig nettes Technik-Stöckchen bei DeepBlueNyx gestolpert.


    Technik

    1. Kannst du ohne Hilfe deinen DVD Player einrichten und bedienen?
    Aber sicher! Und auch Videorekorder (zur Erinnerung: das sind die Dinger, in die man dieses großen, schwarzen, viereckigen Kassetten reinsteckt!) und die dazu notwendigen Fernsehgeräte...

    2. Wen rufst du an bei Computerproblemen, nachdem du 3 Stunden vergeblich versucht hast, sie selber zu lösen?
    Nach drei Stunden gebe ich noch lange nicht auf. Ich mach solange weiter, bis ich den Fehler gefunden und behoben habe. Höchstens bei dem Verdacht auf einen Hardware-Defekt rufe ich jemanden zu Hilfe. Aber nur um Testhardware herbeizuschaffen, damit ich durch Austausch der Komponenten verifizieren kann, welche Komponente denn nun Ärger macht (bin halt immer noch Windows-User, und das hat es teilweise nicht mit eindeutigen Fehlermeldungen...)

    3. Ist in deinem Haushalt mal eine Sicherung rausgefallen, und wenn ja, wieso?
    Joah, öfters...mal war's ein Elektrogerät im Todeskampf, mal eine unerklärliche Überlastung im vorderen Stromkreis (soo unerklärlich war sie nicht, aber was man nicht beweisen kann...hat sich allerdings auch schlagartig wieder geändert... )

    4. Wer hat deine Lampen aufgehängt?
    Ich, teilweise unter freundlicher Unterstützung meiner Tochter in einer "tragenden" Rolle (bescheuerte Lichtleisten...)

    5. Kennst du jemanden, der das Klischee widerlegt, Frauen seien technisch weniger begabt als Männer?
    *lol* Außer mir noch so einige...


    Also soweit mal zum Stöckchen. Smilie by GreenSmilies.com


    Dieses hat mich aber dann doch etwas zum Nachdenken gebracht. Okay, spätesten nach dem, was ich im Beitrag "Genderismus" geschrieben habe, dürfte klar sein, wie ich über Rollenklischees denke.

    Was den Elektrik-Kram und meine Antworten zum Stöckchen betrifft, muss ich zur Ehrenrettung aller Technik- und Handwerksmuffel sagen, dass mein Vater Autoelektriker gelernt hat, und auch zu Hause alle diesbezüglichen Installationen durchgeführt hat. Und da ich immer sehr neugierig war, habe ich von klein auf mitgeholfen und so einiges gelernt.
    Hätte er mich da ständig mit dem Spruch "Das ist nichts für kleine Mädchen, geh' lieber deiner Mutter helfen!" weggeschickt, sähe es wohl anders aus. Hat er aber nicht!

    Fakt ist, dass ich hier nicht nur die Lampen aufgehangen und angeschlossen, sondern auch die alten Lichtschalter und Steckdosen gegen neue ausgetauscht habe.
    Mein Mann konnte das zwar auch, aber der hat ja schon beim Lampen anschließen sämtliche Sicherungen (und nicht nur die für den betreffenden Stromkreis!) ausgeschaltet, der hätte auch noch am liebsten dabei Gummistiefel und -Handschuhe getragen, wenn er nicht gewusst hätte, dass ich ihn dann echt umgetauscht hätte und hat während des ganzen Vorgangs geschwitzt, als entschärfe er eine Bombe.
    Er hatte eben Angst vor Elektrizität!
    Who cares?
    Hätte man ihm nicht von klein auf vermittelt, das sowas Männersache ist, hätte er sich bestimmt eher getraut, etwas zu sagen!

    Wie auch immer...
    Wegen der Frühprägung, mache ich nicht nur den Elektrokram, kann tapezieren, löten, schweißen, sägen, bohren und Leisten auf Gärung sägen, sondern traue mir auch bei Motoren älterer Autos (die neuen ähneln ja eher hermetisch abgeschlossenen Computersystemen, da ist ohne Messgeräte und Computerequipment ja kaum noch was zu reißen) einiges zu.

    Nun muss ich die Anhänger von althergebrachtem Rollenverteilung leider enttäuschen, ich kann nicht nur mit technischem und handwerklichem Verständnis dienen, ich kann auch schneidern, handarbeiten und kochen (was ich hauptsächlich auch von meinem Vater gelernt habe, wie er seinerseits von seiner Mutter), und drapiere zur Not auch Blumen und sonstigen Schischi ganz ansprechend, also die Dinge, die konservative Kreise den Frauen zu können zugestehen.

    Also, liebe Unkenrufer, bei mir ist nix mit Mannweib, Kampffeministin oder Entweiblichung, nur weil ich eben auch mit einer Schleifmaschine umzugehen weiß.
    Ich hab auch gar nichts dagegen, wenn "Mann" das für mich erledigt, nur ist ja nicht immer einer greifbar, und ich warte eben nicht gern, bis jemand anderes etwas für mich erledigt.
    Und damit bin ich ja nicht alleine.

    Ich denke, je schneller man aufhört, Mädchen und Jungen immer zu erklären, was für ihr jeweiliges Geschlecht unpassend oder aber akzeptabel ist, desto eher werden sie sich auch Dinge zutrauen, die eben nicht unbedingt als geschlechtsspezifisch gellten.

    Diesbezüglich eine der geilsten Begebenheiten war, als, beim Kauf meines ersten Autos (Nissan Stanza, Bauj. 1983, Schrägheck, Coupe, Metallicgrün), der Verkäufer, wohl für meinen Mann und meinen ebenfalls anwesenden Vater, die Motorhaube öffnete (mein Mann hatte zwar null Ahnung von Autos, schaute nichtsdestotrotz aber, höflich die in ihn als Mann gesetzten Erwartungen erfüllend, interessiert, aber ratlos hinein) und ich schnappte mir 'nen Lappen, zog den Ölmessstab heraus, wischte ihn ab, steckte ihn wieder rein, zog wieder heraus, um den Ölstand zu prüfen und der Verkäufer fast erschrocken meinte: "Oh, das machen sie aber auch nicht zum ersten Mal...!?"

    Ehrlich, ich war echt sprachlos, ich hatte ja nur den Ölstand gemessen und nicht die Zylinderkopfdichtung gewechselt, meine Güte, sah den Typen kurz verständnislos an und besprach mich dann mit meinem Vater, weil, auch wenn der Ölstand okay war, so schien doch das Öl ziemlich dunkel und dickflüssig, sprich, war alt und so machten wir zum Erwerb des Wagens einen kompletten Ölwechsel zur Bedingung.
    Ich muss jetzt nicht noch hervorheben, dass der Verkäufer bei der weiteren Abwicklung davon Abstand nahm, mich, den eigentlichen Käufer, wie zuvor, weiterhin mit gönnerhafter Herablassung zu behandeln...'nen Satz neuer Reifen sprang dann auch noch dabei heraus... Smilie by GreenSmilies.com

    Der Stanza entpuppte sich allerdings nach dem Kauf im täglichen Gebrauch doch als echte Katastrophe:
    Das Schrägheck, in Zusammenhang mit der ebenfalls sehr schrägen Frontscheibe, führte dazu, dass sich der Innenraum bei leichtestem Sonnenschein total aufheizte, die Lüftung war reine Makulatur, die Heizung kannte nur zwei Einstellungen, aus und volle Pulle, er soff Sprit, als gäbe es kein morgen, hatte das Lenkrad eines ausgewachsenen LKWs und keine Servolenkung, bekam aber dafür ab 160 kmh Parkinson (andere Leute gehen zur Massage, ich brauchte meinen Süßen nur an die Leistungsgrenze zu bringen), bei Regen soff er jedesmal an jeder roten Ampel im Leerlauf ab (der Luftschlauch war ein paar Millimeter zu kurz und als wir den ausgetauscht hatten, soff er, wohl aus Prinzip, trotzdem weiter bei Nässe ab) und war zudem schwer wie ein ausgewachsener Panzer.

    Das erwies sich als fatal, als er mir mal, mitten im abendlichen Berufsverkehr auf einer großen, stark befahrenen, ampelgesteuerten, Kreuzung, natürlich im strömenden Regen, beim Linksabbiegen (!) ab soff und sich auch nicht mehr dauerhaft starten lies. (Vielen Dank auch an all die netten, durch mich und meinen "Protector" behinderten, Autofahrer, die so lieb auf ihre Hupen gehauen haben, während ich alleine versuchte, das Monstrum von der Kreuzung zu schieben! Wirklich, total hilfreich! Ich hatte die Warnblinkanlage ja auch nur wegen der lustigen Lichteffekte an! Smilie by GreenSmilies.com)

    Glücklicherweise fiel mir dann wieder ein, dass man in dem Fall durch Anfahren im dritten Gang ein Auto durch Hoppeln (das macht nämlich dann jedesmal, bevor er wieder absäuft einen schönen Sprung nach vorne) vorwärts bewegen kann und so hoppelte ich dann doch, weiterhin begleitet vom melodischen Hupkonzert, von der Kreuzung in eine ruhige Nebenstraße (in die ich ja eigentlich abbiegen wollte) und da gab es dann auch eine Telefonzelle, von der aus ich meinen Vater anrief, der dann zur Rettung kam.
    Zusammen haben wir diesen Skandal von einem Auto dann auch, mit sehr großem Kraftaufwand (O-Ton mein Vater, als ihm beim Schieben fast die Augen aus den Höhlen quollen:"Sag mal, hast du den Gang noch drin oder vielleicht die Handbremse angezogen?" Ne, echt, da hätte ich ihn fast geschlagen...bin ich blöd oder was?) halb auf den Gehsteig schieben können.

    Ich muss jetzt nicht noch gesondert bemerken, dass auch, in der Zeit, als ich im Auto, mit immer noch eingeschalteter Warnblinkanlage, auf das Eintreffen meines Vaters wartete, sich noch mindesten zehn laut hupende Autos an mir vorbeiquetschten (die Nebenstraße war eine recht schmale Einbahnstraße und mein Stanza, der nun endgültig keine Lust mehr hatte, sich von der Stelle zu bewegen, nicht gerade schlank!).
    Aber wie gesagt, ich stand da ja nur so zum Spaß rum, um andere Autofahrer zu ärgern...und wozu aussteigen und mal fragen ob man helfen kann, wenn es doch so fies regnet und man 'ne tolle Hupe hat...Smilie by GreenSmilies.com

    Wenigstens hat meine Tochter, die damals, dreijährig, im Font im Kindersitz saß, das alles mit einer Engelsgeduld ertragen und ist bei dem Chaos sogar noch eingeschlafen. Das war ja das Tüpfelchen auf dem I. Ich dachte die ganze Zeit daran, dass ihr etwas passieren könnte, wenn mir jetzt einer dieser Idioten mit Karacho rein fährt, weil ich stand ja aus purer Boshaftigkeit im Weg.
    Aber ich konnte ja weder ein drei Jahre altes Kind allein auf einer großen Kreuzung auf dem Gehweg abstellen, noch das Auto einfach da lassen, wo es sich befand!



    Aber, trotzdem, ich habe dieses Auto, dass bald öfters in der Werkstatt war, als auf der Straße, wirklich geliebt. Es hatte Charakter (habe ich erwähnt, dass er nach seinen Werkstattaufenthalten immer nur so lange tadellos funktionierte, wie ich mich nicht negativ über ihn geäußert habe? Also Loben half durchaus! Nur, man hat sich eben nicht immer so unter Kontrolle...)
    Außerdem zog er beim Anfahren, auch an der Ampel, wie ein Formel-1-Bolide (bei trockenem Wetter)

    Als wir, kurz nach der Sache auf der Kreuzung dann übereinkamen, meinen "Protector" gegen einen zwei Jahre alten Toyota-Camry-Kombi (ein praktisches, vernünftiges Auto) auszutauschen, brach es mir fast das Herz.
    Klar, der neue war super, elektrische Fensterheber, Sonnendach, Servolenkung, Airbags, Pipapo...er lag auch noch bei 200kmh wie ein Brett auf der Straße und man konnte sich dabei auch noch unterhalten, ohne zu brüllen, musste nie außerhalb der normalen Wartungsintervalle in die Werkstatt..., aber er hat auch nie einen Namen bekommen, hatte irgendwie kein "Gesicht" und keinen Charakter. Er war nur ein Auto.
    Er war nicht "Protector", mein Kriegspony...

    (Wer den Film Powwow Highway kennt, wird sich sicher an Philberts "Protector" erinnern! Es ist sowieso ein absolut sehenswerter Film über Vorurteile und Selbstfindung.)

    Philbert kauft sein "Kriegspony":



    Last run and death of Protector:


    Naja, so schlimm wie Phils Kriegspony, sah meins allerdings nicht aus...

    Hauptaugenmerk bitte auf das Auto!
    Habe zwar noch irgendwo bessere Fotos, aber die habe ich auf die Schnelle nicht gefunden.
    Ich durfte das Foto auch nur unter der Bedingung veröffentlichen, dass ich ausdrücklich erwähne, dass dieses supersüße, kleine Mädchen ganz rechts, meine heißgeliebte Tochter ist! (Mittlerweile ist sie allerdings größer als ich, aber immer noch total knuffig! Smilie by GreenSmilies.com)





    Eigentlich wollte ich ja was zu Rollenklischees und meiner Meinung zu Frauenzeitschriften, wie Freundin, Brigitte etc. oder, was das Webportale betrifft, Go feminin schreiben. Stattdessen ist's eine nostalgische Autogeschichte geworden. *lach* Kann man mal sehen.
    Naja, das andere läuft mir ja nicht weg...

    Montag, 5. Januar 2009

    Winterimpressionen

    Ich glaube es ja nicht...es hat bei uns über Nacht geschneit. Und das nicht nur ein bisschen, wie die Tage davor immer mal wieder, nein, ganze 15 cm (ich hab eben tatsächlich nachgemessen!) trockener, knirschender, fluffiger Schnee wurde uns geschenkt.

    Warum ich mich darüber so freue?
    Naja, die letzten zehn Jahre sah es mit Schnee in der Region sehr mau es, und bei uns kommt noch erschwerend hinzu, dass wir noch klimatisch im Einzugsgebiet der Köln-Bonner-Bucht liegen, was auch, zugegebener Maßen, Vorteile hat, aber eben nicht was das Winterfeeling betrifft.
    Wenn es überhaupt mal so schneit, dass es liegen bleibt, dann als nasser "Matsch" der einem in die, noch so gut gefetteten, Schuhe kriecht und spätestens mittags wieder verschwunden ist.

    Und nun das...wo ich gestern noch angesichts eines Fotos des Sirs aus dem Jura, wo er am Wochenende tatkräftig die Wilde Jagd unterstützt hat, sehnsuchtsvoll geseufzt habe...

    Na, jedenfalls habe ich eben, als ich einkaufen ging, mal unsere kleine Digi-Knipse mitgenommen und ein paar Fotos geschossen...für die Nachwelt, man weiß ja nicht, wie lange die Glückseligkeit hält und wann wir überhaupt noch mal soviel Schnee kriegen...






    Dies ist erst mal ein Blick aus unserem Wohnzimmerfenster auf unseren
    "Heiligen Hain".



    Und nun folgen noch ein paar Schnappschüsse von unterwegs. Ich hoffe wirklich, dass uns diese Pracht noch ein wenig erhalten bleibt!