"Bildung ist wichtig, vor allem wenn es gilt, Vorurteile abzubauen.
Wenn man schon ein Gefangener seines eigenen Geistes ist, kann man wenigstens dafür sorgen, daß die Zelle anständig möbliert ist.
"
Peter Ustinov
„Wer die Freiheit aufgibt um Sicherheit zu gewinnen, der wird am Ende beides verlieren.“

Benjamin Franklin


Montag, 12. April 2010

Wahlwerbespot zur NRW-Landtagswahl am 09. Mai

Produziert von COGGY mit Musik von Kämmerer unter CC-BY-SA-3.0

Die Freiheit wähl' ich mir! Smilie by GreenSmilies.com

Fest der Niederschrift - Tag 3 - Ra Hoor Khuit (Review zum 10.04.)



"Fürchtet überhaupt nicht; fürchtet weder Menschen, noch
Schicksale, noch Götter, noch sonst irgendetwas. Geld
fürchtet nicht, auch nicht das Gelächter des törichten Volks,
noch irgendeine andere Macht im Himmel oder auf Erden
oder unter der Erde. Nu ist eure Zuflucht wie Hadit euer
Licht ist; und ich bin die Stärke, Kraft, Macht eurer Arme."
AL III. 17

"Als Brüder kämpft!
Es gibt kein Gesetz außer Tu was du willst."
AL III. 61, 62

"Ich bin der  Falken-Köpfige  Herr des  Schweigens & der
Stärke; mein Nemyss verhüllt den nacht-blauen Himmel."
AL III. 71




Frater Oz liest Kapitel 3 des Book of Law


"Das Ende der Worte ist das Wort
Abrahadabra.
Das Buch des Gesetzes ist Geschrieben
und Verborgen.
Aum. Ha."

AL III. 76


93!

Dieser Text sollte eigentlich schon am Samstag hier erscheinen, aber die Technik ließ mich im Stich.
Ich hoffe, ihr hattet schöne Feiertage!

Liebe Grüße
Crow

93 93/93

Freitag, 9. April 2010

Fest der Niederschrift - Tag 2 - Hadit


93!

"Kommt! ihr alle, und vernehmt das Geheimnis, das bislang
noch nicht offenbart worden. Ich, Hadit, bin die Ergänzung
von Nu, meiner Braut. Ich bin nicht ausgedehnt, und Khabs
ist der Name meines Hauses." AL. II. 2
"Ich bin das Feuer, das in einem jeden Menschenherzen
brennt, und im Kern eines jeden Sterns. Ich bin das Leben
und der Geber des Lebens, doch darum ist das Wissen um
mich das Wissen um den Tod." AL. II. 6





Frater Oz liest Kapitel 2 des Book of Law


Happy Hadit!

93 93/93!

Donnerstag, 8. April 2010

Fest der Niederschrift - Tag 1 - Nuit



93!

Heute beginnt das Fest zur Niederschrift des Liber AL vel Legis.

Am 8., 9. und 10. April jährt sich die Niederschrift des Liber Al vel Legis, der zentralen Schrift Thelemas.

Im Jahre 1904, nach dem ihn seine Frau Rose im Ägyptischen Museum zu der Stele des Ankh-af-na-khonsu geführt hatte, die wir Thelemiten somit als Stele der Offenbarung verehren, channelte Aleister Crowley dieses Buch in Kairo von einer Wesenheit namens Aiwass, innerhalb dieser drei Tage, und begründete damit den Current 93 und leitete so ein neues Äon der Menschheitsgeschichte, das Zeitalter des Horus, ein.





Frater Oz liest Kapitel 1 des Book of Law



Hiermit wünsche ich euch allen ein frohes Fest!

 93 93/93

Dienstag, 16. März 2010

Ich glaub, mich streift ein Bus!

Wo ich eben noch über Eltern mit Stasi-Allüren gebloggt habe, durfte ich gerade, als ich an der Kasse bei uns im Kaufland (man erinnere sich, die "Twilight Zone") wartete, das andere Extrem in Sachen "Missachtung der Persönlichkeitsrechte des Kindes durch die Eltern" erleben.

Direkt vor mir an der Kasse stand eine  Frau mit höchstens acht- oder neun-jährigem Sohn, in der Hand einen Gemüsekarton oder ähnliches, stabiles, in dem sie wohl ihre Einkäufe, die sich bereits auf dem Kassenband befanden, transportiert hatte. Ganz normal, die sprachen nicht mal miteinander. Dann war die "Dame" dran und während die Kassiererin die Waren über den Scanner zog, sagt die Mutter plötzlich was (was habe ich nicht verstanden), und haut ihrem Sohn im nächsten Augenblick mit dem Boden des Kartons so heftig gegen die Stirn, dass es wirklich laut knallte. Ich habe mich dermaßen erschreckt, ebenso die Kassierin, dass wir beide echt hochfuhren und wenigsten mein Herz kurz aussetzte.

Der Kleine trollte sich, leise schniefend (so habe ich noch kein Kind weinen sehen, als hätte er schiss, dadurch noch mehr Ärger zu bekommen) die Schlange nach hinten wieder in den Laden, wohin genau, kann ich nicht sagen, weil ich immer noch fassungslos die Alte anstarrte, dann rief die ihren Sohn aber doch wieder zurück, riss ihm irgendein Comic mit Gimmik, das ich vorher nicht bemerkt hatte, aus der Hand, knallt das der Verkäuferin vor die Nase
"Was kostet?"
Die Kassiererin guckt auf das Heft: "2,50!"
Die Olle überlegt kurz, nickt dann, aber als es dann über den Scanner war, nimmt sie es und wirft(!) es dann dem Kleinen vor die Füße.

Die ganze Aktion vom Schlag bis zu dem Zeitpunkt, wo das Comic auf dem Boden landete, hat nicht länger als ein, höchstens zwei Minuten gedauert.
Erst war ich erschrocken, dann war ich kurz sprachlos, starrte die Alte allerdings die ganze Zeit finster an, derweil sie dumm-dreist zurück grinste, aber als das Comic auf dem Boden landete, war ich wieder fit.


Ich habe diese doofe Kuh ziemlich laut gefragt, ob sie spinne, so mit ihrem Kind umzugehen.
Was von der Kackbratze zurück kam, war echt der Oberhammer: "Mein Geld, mein Kind!" Dabei grinste sie noch breiter.
Okay, ich habe dann noch ein wenig lauter erwidert, ob ich dann ihr auch mal den Karton auf den Kopf hauen soll.
Sie grinst weiter dämlich (und die hat mich verstanden!) und weg war sie. Und ich musste blöder weise ja noch bezahlen.

Die Kassiererin, die sich die ganze Zeit über intensivst mit meinen Einkäufen und ihrem Kassensystem beschäftigt hatte, tauchte wieder aus der Versenkung auf und gucke mich dermaßen verständnisvoll an, dass ich nicht mal auf sie sauer sein konnte, dass sie sich mental verpisst hatte.
Als ich zu ihr meinte, so was, wie von der Mutter ginge doch wohl gar nicht, erwiderte sie nur resigniert: "Ach, wissen sie, was ich hier den ganzen Tag zu sehen bekomme!"

Gut, wo sie recht hat...man kann ja nicht jeden retten, außerdem ist man als Angestellte in so einem Supermarkt auch immer in der Zwickmühle, weil der Kunde ist ja König, aber was war denn mit den andern Leuten an der Kasse?
Das Dingen war immer hin voll. Auch im Bereich dahinter, waren genug Leute, die den Vorfall gesehen haben müssen. (ich kann nicht genau sagen, ob davon wirklich einer unmittelbar hin geschaut hat, ich hatte ab dem Knall durch den Schlag 'nen Tunnelblick)
Da werden doch hoffentlich auch ein paar Leute dabei gewesen sein, die einen anderen Erziehungsstil pflegen.
Wieso war ich der einzige, der den Mund aufgemacht hat?
Ist es echt schon so normal, dass Kinder in der Öffentlichkeit von ihren Eltern auf eine solche Art behandelt werden?
Für mich nicht!
Ich meine, wenn Mutter und Sohn vorher schon gestritten hätten, dann wäre die Sache mit dem Karton und was darauf noch folgte, zwar immer noch ziemlich hart an der Grenze gewesen aber noch irgendwie erklärlich! Im Affekt eben! Was nicht heißt, dass ich das dann toll gefunden oder nichts gesagt hätte.
Aber da war nichts!
Kein Streit, keine Aggression, nichts.
Auch die Mutter machte weder bei dem Schlag noch bei dem Comic-Wurf einen besonders aggressiven Eindruck.
Das alles erschien so...völlig normal und alltäglich.

Ich glaube, das hat mich auch so tierisch aufgebracht. Diese nonchalante Art, wie diese Frau ihren Sohn, iich kann es nicht anders sagen, entmenschlicht hat. Und diese schon fast nach Resignation schreiende Art, wie der Kleine auf diese entwürdigende Behandlung reagierte.

Und da wundern sich die Leute, wieso Kinder aggressiv werden und andere Kinder halb tot prügeln?
Ey, wenn ich so behandelt würde, wie der Junge von seiner Mutter, dann wäre ich auch irgendwann ein emotionales Wrack, dass keine andere Möglichkeit mehr finden könnte, mir "Erleichterung" zu verschaffen, als anderen Gewalt anzutun.

Ich schreib das heute bereits zum zweiten mal und diesmal mit ganzem Herzen und vollster Überzeugung:
Wir brauchen einen Wesenstest für angehende Eltern!
Wer den nicht besteht, soll sich einen Stoffhund oder eine Puppe kaufen, aber mit Sicherheit keine Kinder in die Welt setzen!

Und ich verlange Nummernschilder für alle, die sich in der Öffentlichkeit aufhalten oder bewegen.

Hätte die Olle nämlich eins gehabt, hätte ich direkt gegenüber vom Kaufland zur Polizei gehen und die Pissnelke anzeigen können.
So war sie natürlich längst verschwunden, als ich durch die Kasse war.
Und bei der Beschreibung "Klein, dunkelhaarig, osteuropäischer(?) Akzent, dunkle Kleidung" hätte die Polizei mir 'nen Vogel gezeigt...

Ich könnte im Moment echt kotzen, dass ich der Frau nicht gleich den Karton aus der Hand gerissen habe, und ihr den so oft auf den Kopf gehauen habe, bis mich einer von ihr wieder runter geholt hätte.

Aber Gewalt ist eben keine Lösung,. Leider, wie ich in dem Fall zugeben muss...

Brave New World - Spionagetechnik im Elternhaus

Gerade wurde ich durch eine Statusmeldung vom Sir auf Facebook auf diesen Artikel aufmerksam:


"Amerikanische Eltern können jetzt Handys abhören, Nachrichten abfangen und ihren Nachwuchs jederzeit verfolgen. Ganz wie im Film."

Lest es euch durch und weint. Nämlich um die Persönlichkeitsrechte der Kinder, aber auch um die armen Eltern, die so etwas nötig haben.

Neue Waffen für die Leute mit Kontrollzwang.

Es seht zudem zu befürchten, dass dieser Mist auch noch reißenden Absatz findet. Nicht nur in den USA, wo immer noch teilweise ziemlich altmodische Vorstellungen existieren, sondern auch hier bei uns.

Mir ist schon öfters unangenehm aufgefallen, dass manche Menschen der Auffassung sind, Kinder hätten  kein Recht auf eine Privatsphäre.
Wo kämen wir denn auch hin, wenn man solche abstrusen Ansichten verträte?
Anarchie im Kinderzimmer! "Sodom und Gomera!" "Zu Hülfe!"

Und die bespitzelnden Eltern können sich auch noch einreden, dass das ja nur zum Besten ihres Nachwuchses geschieht, denn  dort draußen lauert ja das "Böse" und im Internet sowieso, wie uns Uschi und all die anderen ja hinreichend bewiesen haben.

Es soll ja schon immer Eltern gegeben haben, die immer und jederzeit wissen wollten, wo ihre Kinder sich gerade befinden, was sie so treiben und mit mit wem.

Es gibt da ja auch diese GPS-Chips, die man in die Kleidung oder den Rucksack ein nähen kann. Natürlich nur zum Schutz der Kinder vor Entführungen durch "böse Onkels".
Mich hat das aber mehr an die elektronischen Fußfesseln erinnert, wie sie schon in einigen Ländern, vorne weg, natürlich USA, gebräuchlich sind, um Straftäter, die eigentlich wegen geringfügiger Delikte ins Gefängnis müssten, stattdessen unter Hausarrest zu stellen.
Es gab auch schon immer Eltern, die sich nicht zu schade dazu waren, die Post ihres Nachwuchses zu öffnen, oder heimlich das Tagebuch nach "verdächtigen" Inhalten zu durchforsten.

Naja, und nun gibt es eben das Rundrum-Sorglos-Paket für Eltern mit geheimpolizeilichen Ambitionen. 

Wie wär's denn mal damit, eine Vertrauensbasis aufzubauen, die so einen Bullshit per se überflüssig macht?
Wie wäre es damit, Kindern Medienkompetenz beizubringen oder ein gesundes Maß an Skepsis gegenüber Fremden?

Nö, das ist wahrscheinlich zu anstrengend. 

Es mag aber auch schwierig sein, den eigenen Kindern zu vermitteln, dass sie ein recht darauf haben "Nein! Stopp! Bis hier hin und nicht weiter!" zu sagen, wenn jemand ihnen zu nahe tritt, ihre Intimsphäre missachtet, wenn die eigenen Eltern die im Grunde selbst nicht respektieren oder auch nur in Erwägung ziehen, diese Grenze zu verletzen.

Vertrauen aufbauen und Selbstvertrauen stärken ist nämlich ein langer harter Weg.
Misstrauen und Kontrolle, dagegen, sind viel leichter und finden, da stets unterschwellig mitschwingend, auch sehr schnell ihre Bestätigung. Denn wenn man den eigenen Kindern nicht vertraut, dann werden sie das sehr schnell mitbekommen und sich eben auch dementsprechend verhalten. Sie werden dann nämlich zu machen und ihre Privatangelegenheiten zu "Geheimnissen" werden lassen und dann auf jeden Fall für sich behalten.